Über unsere Konditionierung

Wie alles begann…

Wenn wir auf die Welt kommen, sind wir ganz. Wir kommen als individuelles, einzigartiges Wesen auf die Welt. Für diesen Aufsatz will ich als Beispiel einen Stein, der aus einem Felsen bricht, nehmen. Mit ganz individueller Form, der einzigartige Ecken und Kanten hat. Wir sind frei und folgen ausschließlich unseren inneren Impulsen. Im wahrsten Sinne, lassen wir es einfach laufen. So sind wir, weder einer Sprache mächtig, noch halten wir uns an irgendwelche Regeln. Wir sind einfach, wie wir sind und wissen nichts von der Welt da draußen.

Weil wir aber in eine Gesellschaft geboren werden, ist es seit unzähligen Generationen üblich, dass wir entsprechend der vorherrschenden Kultur erzogen werden.

Trivium

Das Wort „Erziehen“ beinhaltet schon den ersten Fallstrick.

Es wird an uns gezogen. Wir bekommen signalisiert, dass wir nicht einfach das sein können, was wir sind. Wir müssen uns anpassen.

Ich denke, wir sind uns einig, dass es echt gut war, dass wir stubenrein geworden sind. Auch wenn es darum geht zu lernen wie man spricht oder schreibt, ist klar. Das sind Konditionierungen, die uns befähigen, auf dieser Welt zu navigieren erstmal nicht schlecht sind. Oft haben diese Erziehungsmaßnahmen, wenn auch meist nicht mit Absicht, so hart eingeschlagen, dass die individuellen Ecken und Kanten abbrachen. Die meisten Konditionierungen davon entsprechen nicht unserem Wesen und um so älter wir werden, um so runder werden wir und um so gleicher.

Wir verlieren, um so älter wir sind, immer mehr den Kontakt zu unserem waren Wesen. Wir stellen die Intuition leiser, weil das Bauchgefühl schon fast weh tut.

Wir lernen, um Konflikte zu vermeiden, unsere Grenzen aufzulösen.

Oft blockieren wir alle Signalgeber in unserem Körper, um das Leben auszuhalten. Wenn wir erwachsen sind, laufen wir häufig gut geeicht in unser Verderben.

Zuletzt wollen, was wir beigebracht bekamen und stürzen uns in Berufe, die wir nicht sind, führen Beziehungen, die nur existieren, weil wir unsere Grenzen nicht wahren und haben so viele Masken im Gepäck, dass immer eine passende zur Hand ist.

Und so langsam spüren wir, da stimmt was nicht. Aber was nur?  Erst ist es eine diffuse Ahnung und vielleicht versucht unser Körper zu uns durchzudringen. Dann wird es oft immer klarer. Das alles ist nicht das, was du willst. Vielleicht macht es dich sogar krank. Aber wie wieder in Kontakt mit dem wahren Wesen kommen? Wo ansetzen, wenn wir den Faden komplett verloren haben?

Wir lernen, um Konflikte zu vermeiden, unsere Grenzen aufzulösen.

Es liegt nah, die Schuld bei den Eltern oder den lebensbegleitenden Institutionen zu suchen, doch so einfach ist das eben nicht. Die Eltern und alle anderen Menschen, denen wir begegnen, sind durch die gleiche Maschinerie gelaufen, wie wir selbst.

Wenn uns das in der Tiefe klar wird, ist es leicht, Mitgefühl zu haben.

Was also können wir tun?

Es ist notwendig, dass wir unserem wahren Selbst begegnen. Um das zu erreichen, müssen wir häufig viele Schichten an Blockaden und Konditionierung durchbrechen. Das gelingt am besten mit Geduld und einer riesengroßen Portion Humor.

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